Trip to Trappist One

Das Stück benutzt Material aus den Tatsachenberichten von Theo Padmos und Matthew Schrier.

(DIE ZEIT / Jahrgang 2015 / Ausgabe 35 / 13.09.2015)

Spielzeit

Samstag, 16.12.2017, 20 Uhr
trip to trappist one

PREMIERE

Theaterhaus Mitte, Berlin. Wallstraße 32 C
PREMIERE: 16. Dezember 2017

Trip to trappist one

Theo Potami und Matthew Cloon sind Gefangene der Al-Nusra-Front. Sie werden in verschiedenen Gefängnissen in Aleppo gefangengehalten und gefoltert.

Tiefer aber an ihre Substanz geht der Kampf, den sie gegeneinander führen.

Cloon demütigt den weicheren und sensibleren Potami – da sind die Ohnmachten, in die Potami nach den Folterungen in Keller des Todes regelmäßig fällt, eine Erholung. Der Kerker in Aleppo wird für ihn zum Raumschiff, das unterwegs ist zum Planeten Trappist 1 f, der ganz mit Wasser bedeckt ist. Eine Sintflut, wie man sie von der Erde her kennt, scheint denkbar. Die Sintflut als Stoppschild Gottes, vor eine egoistische und machtgierige Menschheit gestellt – vielleicht mit einer Arche als Kern eines Neubeginns?

Nachdem ein weiterer Gefangener hinzugekommen ist, ein desertierter Al Nusra Kämpfer, dessen Todesurteil feststeht, ändern sich Potamis Ohnmachtsfantasien: der Kommandant des Raumschiffes (ein alias von Cloon) übernimmt Trappist und vernichtet den letzten Zufluchtsort.

Als sich in der realen Welt eine Fluchtmöglichkeit ergibt, nimmt Cloon sie wahr. Potami bleibt in den Gittern des Fensters, das in die Freiheit führt, hängen.

 

Es spielen: Ekaterina Chapandze (Potami), Bente Jacobsen (Cloon), Moritz Reichardt (Der Marokkaner)

Text und Regie: Mathias Neuber